Qing = rein, klar, erfrischend. Dan = leich, schlicht, mild.

Qingdan ist ein Begriff aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und und kombiniert Qigong und Ernährung. Qingdan-Ernährung ist eine Art ,Qigong-Kost‘, die unsere Lebensenergie (Qi) anregt und unseren Geist klar und gelassen macht, dabei sind u.a. die Konzepte der 5 Wandlungsphasen (bzw. 5 Elemente) und der thermischen Wirkung von Bedeutung.

Das Konzept von Qingdan-Kochen ist nichts Revolutionäres. Letztlich geht es um drei Grundfragen:

  • Wie kaufe ich ein?
  • Wie bereite ich zu, was ich esse?
  • Wie ist mein ,state of mind‘ beim Kochen?

Qingdan hat auf diese Fragen mögliche Antworten, nicht endgültige Antworten. Ich betrachte sie sogar eher als Vorschläge oder Anregungen, denn jeder von uns kann und soll selbst eigene, für ihn oder sie gültige Antworten finden.

Man wäre versucht zu sagen, bei Qingdan-Kochen gehe es um gesund und ungesund, darum, was man essen darf und was man meiden so#te. Natürlich kann auf diese Weise argumentiert werden: Man muss Vollkorn essen, man darf keinen Zucker zu sich nehmen, etc. Ich glaube aber, dass das, was wir essen, uns letztendlich nähren sollte und das nicht nur im Sinne von ,den Bauch füllen‘. Das, was wir essen soll uns auch Freude machen zu essen. Ver- bote sind der Freude selten oder nie zuträglich.

Dabei ist es aber durchaus möglich, dass, wenn wir dem, was wir zu uns nehmen mehr Aufmerksamkeit schenken, wir gewisse Dinge nicht mehr mögen. Und die Möglichkeit besteht, dass wir so genannt ,gesunde‘ Dinge mehr essen werden. Aber dies ist die Konsequenz, das Symptom sozusagen. Und wie in der Chinesischen Medizin nicht Symptome behandelt werden, sondern Ursachen, soll auch nicht das Symptom angestrebt werden, sondern der Wandel an sich.